Gedankenschnipsel Gegen die Wand

Neulich morgens kam ich an diesem Fahrrad vorbei. Ziemlich zerbeult lag es da im nassen Gras. Scheint so, als wäre der Fahrer ungebremst gegen die Wand gefahren. Nicht mehr fahrtüchtig blieb es einfach liegen. Eigentlich sieht es sonst noch ganz passabel aus. Aber es braucht dringend einen der es wieder flott macht – jemand, der sich mit Fahrrädern auskennt. Der ersetzt was nötig ist, gerade biegt, putzt, ölt und einstellt.

Nicht nur verunfallte Fahrräder brauchen das. Wie oft geht es uns so, dass wir in unserem Leben etwas gegen die Wand fahren.  Weil wir uns unbedingt durchsetzen wollten. Weil wir uns für unfehlbar hielten. Uns im Recht wähnten. Oder zu gedankenlos oder mit zu wenig Sorgfalt und Augenmaß unterwegs waren. Nicht nur uns, sondern auch andere verwundet haben. Und dann geht dabei etwas kaputt: Eine Beziehung, eine Freundschaft bekommt einen Knacks oder Vertrauen schwindet. Manchmal entsteht auch tatsächlich materieller Schaden. Und dann liegen wir da, ziemlich zerknittert. Tut erst mal ganz schön weh, wenn wir es wagen und mit uns selbst ehrlich sind.

Was wir dann brauchen ist jemand, der uns vergibt. Gott sei Dank können wir um Vergebung bitten. Diejenigen, die durch uns zu leiden hatten. Aber vor allem unseren Gott, der der Einzige ist, der uns wirklich wieder neu machen kann. Dem wir unser Versagen und unsere Wunden hinhalten können. Dessen Vergebung unser Herz heilt und uns die Kraft gibt wieder neu anzufangen.

Um diese Vergebung möglich zu machen kam Gott als Kind zu uns. Schuf einen Neuanfang für alle, die sich ihm anvertrauen. Es begann in einem Stall und erfüllte sich an einem Kreuz.