Augenblick Kaffeemaschinengewohnheit

Beim Kaffeemachen habe ich mich ertappt! Als bekennende Kaffeetrinker besitzen wir seit Jahren eine praktische Padmaschine. Vor einigen Monaten wurde der Wassertank undicht und tropfte, wenn man ihn zum Wasserauffüllen abnahm. Die Maschine selbst war aber noch in Ordnung, sodass wir sie gerne weiter benutzen wollten. Damit wir nicht jedes Mal einen nassen Küchenfußboden haben, hielten wir, für die Wegstrecke bis zum Wasserhahn und zurück, die Hand unter den Wassertank. Das funktionierte soweit so gut. Irgendwann wurde das Getropfe aber doch zu nervig und wir erstanden ein neues Modell. Und ihr werdet es erraten: Hier tropft erwartungsgemäß nix, aber ich halte weiterhin gewohnheitsmäßig meine Hand beim Wasserauffüllen unter den Tank.

Immerhin fällt es mir auf und ich muss über mich selbst lachen. Und ja, immer häufiger nehme ich den Tank einfach so in die Hand. Die spannende Frage ist allerdings, wo ich mich sonst noch nach Gewohnheiten richte, die früher sinnvoll waren und jetzt nicht mehr? Unnötig statt zielführend. Ganz praktisch im Alltag und meinem Glauben an Jesus ebenso wie an meinem Arbeitsplatz oder in meiner Kirchengemeinde. Und ich befürchte, dass sind gar nicht so wenige. In jedem Fall lohnt es sich sie zu identifizieren. Einige entlocken uns vielleicht nur ein Lächeln, wie bei meiner Kaffeemaschinengewohnheit. Manche binden unnötig Zeit oder Ressourcen. Andere haben das Potential uns in etwas festzuhalten, was seinen Sinn längst verloren hat. Und versperren uns damit den Blick auf das Wesentliche. Sie  bremsen uns aus. Die Leitfrage: „Warum mache ich das eigentlich?“  hilft uns sie zu entlarven, sich von ihnen zu verabschieden und uns den sinnvolleren Themen zuzuwenden. Jesus und Kaffee 🙂 sind da immer eine gute Wahl.