Plötzlich fallen sie mir einfach überall auf. Sie sind einfach da. Bei meinem letzten Einkauf im örtlichen Agrarhandel genauso wie auf dem samstäglichen Wochenmarkt. Sowohl in einer großen Wochenzeitschrift als auch in einer Landschaftsreportage im Fernsehen ging es plötzlich um sie. Gärkörbchen scheinen gerade allgegenwärtig in meinen Leben zu sein. Ich warte schon darauf, wo sie mich als nächstes überraschen. Bestimmt halten sie sich schon an der nächsten Ecke bereit, um in mein Blickfeld zu springen.
Die Gärkörbchenschwemme hat natürlich eine Vorgeschichte: Mein Mann hat sich entschlossen das Geheimnis des Brotbackens zu lüften. Seither schwelgt er in Zutaten, Rezepten und dem notwendigen Equipment. Und dazu gehören natürlich auch Gärkörbchen. Sie sind, will man den einschlägigen Brotbackexperten glauben, unerlässlich für die gelungene Reifung des Teiges. Zwei davon sind mittlerweile in unseren Küchenschrank eingezogen.
Das Phänomen ist so einfach wie häufig. Sobald man sich mit etwas beschäftigt, fällt es einem auf. Unabhängig davon, um was es sich handelt. Zieht man den Kauf einer bestimmten Automarke in Betracht fahren plötzlich ungewöhnlich viele auf der Straße vorbei. Schwangere sehen unablässig Kinderwagen. Hundebesitzer andere Hunde und brotbackende Haushalte eben Gärkörbchen. Die Liste ist so lang wie die unterschiedlichen Interessen. Und es ist dabei nicht so, dass es vorher keine Gärkörbchen oder was es auch ist, gegeben hätte. Wir haben sie nur nicht wahrgenommen, weil sie für uns keine Bedeutung hatten.
Mit Gott und dem Glauben ist es genauso. Wenn wir anfangen uns für ihn zu interessieren beginnen wir ihn wahrzunehmen. Plötzlich bekommen Ereignisse und was uns umgibt eine Bedeutung und wir erkennen darin Gott und sein Wirken. Das können Begegnungen sein, bestimmte Situationen, etwas was wir lesen oder auch das Erkennen der Schöpfung in der Natur.
Tatsache ist, Gott ist schon da. Wer mich sucht wird mich finden, sagt er. Überall. Interessiert?

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