Sie thront als Wahrzeichen über unserer Stadt. Weithin sichtbar und viel besucht. Ein Ritterweg zieht viele Familien an und der Blick über das Tal und hinüber zu unserem Hausberg ist wirklich hübsch. Oftmals schauen wir auf der Hunderunde bei ihr vorbei. Und auf sie fällt tatsächlich der erste und der letzte Blick meines Tages – vom Bett aus schaue ich genau auf die Burg. Wir sind miteinander vertraut – ein steinernes Stück Heimat. Seit mehr als 700 Jahren steht sie da. Fest und unverrückbar. Der Bergfried hat mehrere Meter dicke Mauern. Uneinnehmbarer Schutzraum zu Ritters Zeiten. Starke Mauern waren der wesentliche Schutzaspekt in bedrohlichen Zeiten. Gewissermaßen eine Lebensversicherung in Stein gemeißelt. Etwas Ähnliches muss wohl der Schreiber in Psalm 91 gedacht haben, als er davon schrieb, dass Gott seine Zuflucht und seine Burg ist. Eine Burg, in der die Ruhe finden, die bei Gott Schutz suchen. Vor Augen hatte er natürlich die antike Version einer Burg. Aber der Gedanke ist und bleibt aktuell: Bei Gott sind wir unseres Lebens sicher. Bei ihm ist der Ort, an dem uns nichts Böses etwas anhaben kann. Bei ihm gibt es eine Sicherheit, die geprägt ist von Ruhe statt von Angst.
Wenn ihr also unterwegs seid diesen Sommer und zu einer Burg kommt, dann könnt ihr Gottes Reden hören. Er sagt: Bei mir seid ihr sicher!

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