Bergblicke haben wir hier im Schwarzwald reichlich. Mehr als hundert Gipfel unseres Mittelgebirges sind höher als 1000 Meter. Ganz schön bergig also. Und nicht nur das: Bei klaren Wetter reicht die Sicht bis zu den Alpen und die Schwäbische Alb. Und beim Blick über die Rheinebene winkt uns die Silhouette der Vogesen. Auf Berge schauen ist für uns vertrauter Alltag. Wenn der Psalmdichter im Psalm 121 von seinem Blick auf die Berge schreibt, dann haben wir gleich das Panorama vor Augen. Es klingt ja auch so poetisch: „Ich hebe meinen Blick zu den Bergen!!“ Und sie sind ja auch wirklich schön. Aber beim Weiterlesen merken wir: die Verknüpfung ist hier eine andere. Es geht nicht um die Schönheit, sondern darum Hilfe zu finden. Als der Psalm entstand waren die Berge der Ort, an dem andere Götter angebetet wurden. Steinmale, geschnitzte Holzpfähle oder auch metallene Gegenstände wurden auf den Bergen verehrt. Wie Götter behandelt, um Hilfe angefleht – aber eben menschengemacht und deshalb machtlos. Deshalb zieht der Autor den Schluss, dass seine Hilfe nicht von den Bergen kommen kann, sondern nur von Gott selbst. Dem Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat. Dem Gott, der uns in Jesus persönlich begegnet. Er allein ist der, der unser Leben wirklich behüten kann. Von ihm allein bekommen wir die Hilfe, die wir wirklich brauchen: die Gewissheit von Leben und Zukunft. Nichts was von Menschen geschaffen wurde kann das.
Wenn du also unterwegs bist diesen Sommer und auf die Berge schaust, dann kannst du Gottes Reden hören. Er sagt: Ich bin die Hilfe die du wirklich brauchst.

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