Raus – ins Feld

Goldgelb und reif zur Ernte – die Getreidefelder stehen hoch bei uns und die Ähren wiegen sich im Sommerwind. Es ist ein wunderschöner Anblick, wenn ich mit dem Fahrrad an ihnen vorbei fahre. Sie sind gut gewachsen dieses Jahr. Die Ähren sind voller Körner. Die Bauern unserer Region können einen reichen Ertrag erwarten.

Ein solches Kornfeld dient Jesus als Vergleich, um seinen Jüngern etwas zu erklären. Er sagt, Gott sät den Glauben so aus, wie ein Bauer die Körner. Überall. Der Bauer auf das ganze Feld genauso wie Gott auf jeden einzelnen Menschen. Denn jeder Mensch hat von Gott die Fähigkeit bekommen an ihn zu glauben, genauso wie in jedem Korn die Fähigkeit steckt zu einer Pflanze heranzuwachsen. Wirklich jeder.

Aber je nach Untergrund wird die Pflanze unterschiedlich wachsen. Ist der Boden auf dem Feld felsig, zu trocken oder voller Unkraut gedeiht das Getreide nicht. Die Pflanze stirbt wieder ab. Nur die Körner auf dem guten Boden tragen Frucht. Und so, sagt Jesus, ist es mit dem Glauben auch. Fällt Gottes Angebot an ihn –  Jesus –  als Retter zu glauben an Menschen, die ihn ablehnen, dann wird daraus kein Leben entstehen. Genauso geht es Menschen, die einmal zu Gott Vertrauen gefasst haben, aber bei Schwierigkeiten gleich alles wieder über Bord  werfen. Oder bei denjenigen, die sich von allem Anderen, was ihnen wichtiger erscheint, ablenken lassen und Gott wieder aus den Augen verlieren.

Leben, das über das eigene Leben hinausgeht, also Frucht bringt, entsteht nur da, wo Menschen die gute Nachricht Gottes hören und an ihr festhalten. Weil sie erkannt haben, dass nur das bedeutet wirklich zu leben.

Wenn du also unterwegs bist diesen Sommer und ein Getreidefeld siehst, dann kannst du Gott reden hören. Er sagt: Du hast von mir die Fähigkeit bekommen an mich zu glauben. Mein Angebot gilt auch dir. Was machst du damit? Willst du leben?