Raus – auf dem Weg

Raus – auf dem Weg

Unterwegs kommt man eigentlich immer irgendwo an einem Wegkreuz vorbei. Hier im Südwesten gibt es viele davon. Mit oder ohne Jesusfigur, je nachdem welcher Kirche die Menschen in der Region früher überwiegend angehörten. Offiziell heißen die Wegkreuze Kleindenkmäler. Das beschreibt nicht nur ihren kulturellen Wert, sondern  passt auch gut zu ihrer Funktion. Sie fordern die Vorbeikommenden auf kurz innezuhalten, mal nachzudenken, sich zu orientieren. Eine Begegnung mit Gott am Wegesrand.

Diesem eher ungewöhnlichen Exemplar sind wir während unseres Urlaubs auf der schwäbischen Alb begegnet. Ich bin der Weg ist darauf zu lesen. Das ist das, was Jesus seinen Jüngern mitgab, als sie ihn danach fragten, wie sie Gott begegnen könnten. Ich, sagt er, bin dieser Weg. Das ist die Wahrheit. Nur durch mich findet ihr das Leben nach dem ihr euch sehnt. Und als sie ihn nicht verstehen wird Jesus noch deutlicher. Legt noch einen obendrauf. Versteht mich richtig: Ich bin nicht nur derjenige, der euch den Weg zu Gott zeigen kann. Vielmehr seht ihr in mir Gott selbst. Ich bin der Gott, der euch nahe kommt. Ich bin der Gott, der euch rettet. Ich bin der Gott, der für euch stirbt, damit ihr lebt.

Denn der Weg zu Gott ist keine Strecke, die wir irgendwie zurücklegen müssen. Auch nicht das Einhalten irgendwelcher Regeln oder ein bestimmtes Verhalten. Sondern es ist die Begegnung mit einer Person, deren Anwesenheit all das beinhaltet was wir Himmel nennen: Wenn wir Jesus begegnen und uns ihm anvertrauen sind wir bereits angekommen.

Wenn du also unterwegs bist diesen Sommer und auf deinem Weg einem Wegkreuz begegnest, dann kannst du Gott reden hören. Er sagt: Wenn du Jesus siehst, dann siehst du mich.