
Der Herbst ist da. Und hat uns überrascht mit sonnigen und warmen Tagen. Die Fahrt mit dem Fahrrad zur Arbeit ist eine einzige Freude. Ist das schön! Und wie gut das tut. Dankbar genieße ich jeden Moment. Dabei fällt mir auf: Gerade nach so unbeständigen Sommern wie diesem ist der Herbst eine echte Erleichterung. Plötzlich ist es viel einfacher: Zeigt der Blick morgens aus dem Fenster Regenwetter – naja, es ist eben schon Herbst. Sonnentage dagegen werden fröhlich begrüßt wie ein wunderbares Geschenk – was haben wir für ein prächtiges Herbstwetter.
Plötzlich fällt es mir leicht dankbar zu sein. Und mir wird klar, dass Dankbarkeit mit unseren Erwartungen an die Rahmenbedingungen zu tun hat. Was wir Juli und August auf keinen Fall zubilligen wollen und uns lauthals beschweren, wenn sie unseren Ansprüchen nicht genügen, ist im September überhaupt kein Thema. Halten wir uns im Sommer oft für diejenigen, die glauben ein Recht darauf zu haben, erleben wir uns im September viel mehr als dankbar Empfangende.
Septemberdankbarkeit rückt unseren Blick zurecht. Denn auch wenn wir glauben, dass Gott uns ein Leben schuldet, das einem perfekten Sommer ähnelt, liegen wir falsch. Und werden unsere Zeit damit verbringen uns über all das, was uns nicht passend erscheint zu beschweren. Ganz anders sieht es aus, wenn wir Gott als denjenigen entdecken, der uns liebevoll die Hand hinhält, ohne dass wir das verdient hätten. Der unser Leben rettet ohne dass wir darauf einen Anspruch hätten. Dann werden wir dankbar entgegennehmen, womit er uns beschenkt. Jeden Tag wieder.
Danach will ich Ausschau halten die nächsten Wochen. Septemberdankbar durch meinen Tag gehen und mich freuen. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.