Augenblick Umsetzer

Eine unserer Hunderunden im Wald führt uns „Am Umsetzer“ vorbei. Das kuriose ist, dass es diesen Umsetzer seit vielen Jahren nicht mehr gibt. Wohl aber die Bezeichnung des Platzes als Wegmarke des Schwarzwaldvereins. Hier stand der Antennenturm, der weithin sichtbar aus dem Wald ragte. Versehen mit großen Parabolantennen fing er die Signale des in der Stadt gelegenen Fernmeldezentrums auf (ja, das gab es tatsächlich einmal) und funkte diese weiter, aus dem Tal heraus, in die nahe gelegene Großstadt. Doch das technische Wunderwerk, auf das man so stolz war, dass es auf Postkarten erschien, verschwand irgendwann. Neue, effektivere Wege des Datentransports waren erfunden worden und der Umsetzer wurde überflüssig.

Die ein wenig älteren Einwohner unserer Stadt wissen mit dem Schild noch etwas anzufangen. Das Bild steht ihnen noch vor Augen. Doch was jetzt nostalgisch klingt war tatsächlich ein wesentlicher Schritt in der Kommunikationstechnik. Denn Fortschritt und Weiterkommen basieren immer auf vielen einzelnen Entwicklungsschritten.

Im Leben und im Glauben gibt es diese Umsetzer auch. Die wichtige Entwicklungsschritte markieren, die uns weiterbringen. Die wir irgendwann zurücklassen können, die aber trotzdem unverzichtbar für unser Denken und Leben sind. Ohne sie wären wir nicht da, wo wir heute sind. Gott sei Dank gibt es sie, diese Umsetzer.