Winterblüherdankbar

Dankbar für Winterblüher. Ein paar davon wachsen bei uns rund ums Haus: Zaubernuss, Winterschneeball und Christrose. Kurze Tageslichtphasen, knackig kalte Temperaturen, eisige Nordwinde, das ist ihnen ganz egal. Sie sind robust und frostfest. Einige, wie die Zaubernuss, verfügen über Strategien ihre Blüten vor zu tiefen Temperaturen zu schützen: sie rollen die zarten Blütenblätter einfach kurzfristig ein. Um danach einfach weiter zu blühen und zu duften, als hätten sie sich in der Jahreszeit geirrt. Verbreiten einen Hauch von Frühling, eine Ahnung von Sommer, in der kalten Jahreszeit. Ganz klar, sie fallen auf unter all den Artgenossen im Wintermodus. Und sie verbreiten Hoffnung. Bald, so scheinen sie uns zuzuflüstern, bald wird alles wieder blühen. Bald wird sich die Natur wieder in ihrer ganzen Fülle, ihrer ganzen Schönheit zeigen. Der Winter hat nicht das letzte Wort.

Dankbar für Winterblüher. Ein paar davon wachsen im Kreis der Menschen um uns herum. Schwierige Zeiten, herausfordernde Aufgaben, Gegenwind im Gesicht, das ist ihnen ganz egal. Sie verfügen über Strategien, sich zu schützen. Sie rollen sich ganz in Gottes Gegenwart ein. Hüllen sich ein in den Schutz seiner Liebe und seiner Zusagen. Und strahlen weiterhin Zuversicht und Freude aus, als hätten sie sich in der Realität geirrt. Verbreiten einen Hauch von Zukunft, eine Ahnung von Himmel, inmitten unserer irdischen Existenz. Ganz klar, sie fallen auf unter all den Artgenossen im Hier und Jetzt. Und sie verbreiten Hoffnung. Es gibt, so scheinen sie uns zuzuflüstern, mehr Leben als wir kennen. Es gibt eine Fülle, die Jesus für uns bereithält. Die jetzt beginnt und nie wieder endet. Der Tod hat nicht das letzte Wort.