Jedes Jahr warte ich darauf. Nicht nur weil es einfach dazu gehört. Sondern, weil es ein so schönes Zeichen ist. Dieses Jahr ganz besonders. Es geht – um den Weihnachtsbaum auf dem Turm unserer Burg. Pünktlich zum 1. Advent steht er da oben und leuchtet vom Einbruch der Dunkelheit bis in die späten Abendstunden. Und dann – nach einer nächtlichen Pause – wieder in die Morgendunkelheit hinein bis es endlich hell wird.
Dieses Jahr freue ich mich besonders über sein Lichtzeichen. Es ist nämlich so, dass die Burg normalerweise das ganze Jahr über nachts angestrahlt wird. Und für mich – und ich glaube auch für viele andere – zum Leuchtturm für zuhause wurde. Schon von weitem ist sie erkennbar, wenn man auf unsere Stadt zufährt. Ihr Leuchten zu sehen heißt die Heimat im Blick zu haben – bedeutet ganz einfach zuhause zu sein.
Aber aus nachvollziehbaren Energiespargründen bleibt die Burgbeleuchtung seit ein paar Monaten aus. Eindeutig richtig, aber – das gebe ich gerne zu – ich vermisse es trotzdem. Umso schöner ist es, dass dennoch jetzt der Weihnachtsbaum leuchtet. Denn wenn ich es mir recht überlege verbindet sein Lichtzeichen für mich beides: Die Freude im Advent, in dem wir feiern, dass Gott als Mensch zu uns Menschen kommt. Der uns Licht bringt in eine Welt, in der gerade so vieles dunkel erscheint. Und gleichzeitig das Wissen, dass da, wo das Licht ist, auch meine Heimat ist. Beides gibt mir Zuversicht und Hoffnung.

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