
Bunt ist doch ganz schön. Hab ich das echt gerade gedacht? Ich bin unterwegs auf der morgendlichen Gassirunde. Auf der anderen Seite des Flusses leuchten zwei mit bunten Lichterketten geschmückte Fenster in den dunklen kalten Wintermorgen. Um es vorweg zu sagen: Ich bin eigentlich der warmweiße Typ, was Weihnachtsbeleuchtung angeht. Bunte Lichterkettenpackungen, im schlimmsten Fall noch blinkend, lege ich im Supermarkt immer schaudernd zur Seite. Sowas kommt mir nichts ins Haus. Woher also diese Meinungsänderung?
Ich hatte mich gerade daran erinnert, dass ich meinem Mann von unserer letzten Teamsitzung von feedyourself erzählt hatte. Das ist eine kostenlose App, die Kleingruppen unterstützt gemeinsam Gottes Wort zu genießen. Unsere Begeisterung für Jesus und sein Wort verbindet uns. Aber wenn wir über ein neues Thema sprechen, dann geht’s da auch ganz schön bunt zu. Denn wir sind nicht nur unterschiedlich alt und wohnen in unterschiedlichen Regionen, sondern kommen auch aus ganz verschiedenen kirchlichen Hintergründen und theologischen Prägungen. Das merkt man unseren Gesprächen an. „Wir sind schon ein bunter Haufen“, hatte ich gesagt. Durchaus unterschiedlich in Ansichten und Herangehensweisen. Aber in der Sache sind wir uns einig. Und hier finde ich diese Buntheit nicht nur erfrischend, sondern auch bereichernd.
Diese Gedanken hatte ich wohl auf die Lichterketten übertragen. Vielleicht werde ich nächstes Jahr auch so eine aufhängen. Bunt leuchten ist doch ganz schön – daran will ich festhalten.
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