„Ja, das dachte man lange, stimmt aber nicht.“, sagte der freundliche Ausgrabungsmitarbeiter, über den wir im Urlaub auf der schwäbischen Alb mitten im Wald gestolpert waren. Nach einer Höhlenbesichtigung hatte uns ein Schild auf die wahrscheinlich größte Burganlage dieser Region hingewiesen. Beides findet man hier reichlich: Höhlen und Burgen. Von der Burganlage gab´s allerdings nicht mehr viel zu sehen. Nur einen Wall bewachsener Steine mitten im Wald. Aha. Aber da war sie wohl. Nicht weit davon entfernt buddelte allerdings ein Bagger zwischen den Bäumen. Neugierig schauten wir in den abgesperrten Bereich hinunter. Viel zu sehen war da auch nicht. Aber wir kamen ins Gespräch. Tja, und es stellte sich heraus, dass das mit der Burganlage Schnee von gestern war. Man hatte viele Jahre zuvor tatsächlich bauliche Reste gefunden und das Naheliegende daraus geschlossen: Wo es so viele Burgen gibt kann es nur eine Burg gewesen sein. Die neuentdeckten Holzbalken der jetzigen Grabung und ihre Untersuchung hatten aber den Beweis erbracht, dass es die Kelten waren, die hier gesiedelt hatten. Nix Burg also. Das war eine Überraschung. Nicht nur das Schild muss jetzt wohl neu geschrieben werden.
Ganz anders ist es mit der Bibel. In den letzten 25 Jahren sind viele neue, archäologisch bedeutende Entdeckungen im Nahen Osten gemacht worden. Erstaunlicherweise (oder vielleicht gerade nicht) wurde dadurch nicht widerlegt, was in der Bibel dokumentiert wurde. Im Gegenteil. Die Übereinstimmungen waren frappierend. Die Funde bestätigen vielmehr was in der Bibel steht. Und das, unabhängig davon, ob es sich um Artefakte der jüdischen oder anderen Kulturen handelt. Hier muss nichts neu geschrieben werden – hier stimmt`s. Und darauf kann man sich verlassen. Was für ein Glück.